Anja Sturm Illustration

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Anja Sturm hat ein umfassendes Repertoire an Produkten: Postkarten, Linoldrucke, Broschen, Schlüsselanhänger, Pins und Comics und das alles selbstgemacht. Woher sie die Inspiration für diese vielseitigen Gestaltungen nimmt und wie ihre Kunst dazu beiträgt das Schwarz-Weiß-Denken in Deutschland abzuschaffen, erklärt sie uns in einem kurzen Interview:

Wer bist du, wie alt bist du, was machst du? Ich bin Anja, älter, ruhiger und schüchterner als ich aussehe und ich zeichne viel. Manchmal bezahlen mich Leute direkt dafür, in anderen Fällen muss ich erst Produkte wie Postkarten oder Schlüsselanhänger daraus machen, die man dann im Internet oder eben z.B. bei euch auf dem Schwarzmarkt käuflich erwerben kann. Manchmal halte ich statt einem Stift auch eine Filznadel in der Hand und mache daraus Monster, Blumen oder Broschen. PS: Für Auftragsarbeiten stehe ich übrigens jederzeit zur Verfügung.

Wer, was oder welcher Ort inspiriert dich und warum? Die gute alte Badewanne, weil es dort so absolut keine Eindrücke gibt die einen beeinflussen, so dass man sie selbst erschaffen muss.

Hast du die Kunst gewählt oder die Kunst dich? Das ist für mich so eine Huhn/Ei bzw. Ei/Huhn Frage. Ich kann mich zumindest an keinen Teil meines Lebens erinnern wo ich nicht gezeichnet habe.

Deine geheime Superkraft, von der niemand weiß? Ich bin sehr gut im Mittagsschläfchen machen.

3 Dinge, die du hasst? Falten in der Bettdecke! Rosenkohl! Essen vor Publikum!

Deine Mission auf dieser Welt? Braucht man das? Meine eigene kleine Welt ist kompliziert genug. Aber wenn ich, jetzt auf meinen Arbeitsbereich bezogen, einen Wunsch frei hätte wie sich diese Welt verändern soll, dann wäre es, dass Gestaltung in Deutschland nicht so extrem kommerzialisiert sein sollte. Alles muss entweder happy und farbenfroh oder so simpel wie möglich sein, für alles andere gibt es nur kleine Nischen. Für Trauriges, Gruseliges oder einfach nicht Standardisiertes ist im Alltag kaum Platz und ich glaube, das beeinflusst viele Menschen auch in ihrem Schwarz-Weiss-Denken.

Einen Rat, den du gerne deinem früheren Ich geben würdest? Trau dich!

Wer ist dein größter Fan? Ich hoffe den finde ich beim Schwarzmarkt!

Mit Plan oder einfach drauf los? Ein grober Plan und dann einfach durchziehen. Machen statt denken.

Die letzte Sache die du neu dazu gelernt hast? Ein grober Plan und dann einfach durchziehen. Machen statt denken.

Wie sieht dein Atelier aus – das typische kreative Chaos? Eigentlich ist alles ziemlich ordentlich und gemütlich. Ich habe viele, viele Pflanzen und Steine als Dekoration, jedes Werkzeug hat seinen Platz und die Lagerhaltung von Produkten, die ich herstelle erfolgt in Schränken. Nur weil es so klein ist sieht es manchmal dann doch ein bisschen vollgestopft aus.

Wenn du kein Künstler geworden wärst, dann bestimmt…? irgendwas anderes bei dem ich socially awkward sein kann.

Anja Sturm Illustration
015780653736
info@anja-sturm.com
www.anjasturm.com

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