Frank Hummel – Betextetes

dav Dieses Jahr wieder dabei: Frank Hummel – Betextetes. Seine Werke triefen vor Ironie, Poesie und Einfallsreichtum. Frank stand uns zu sich und seiner Kunst Rede und Antwort. Seine Aussagen ähneln dabei seinen Werken – lest und genießt:

Hardfacts: Wer bist du, wie alt bist du, was machst du? Alt genug für nachdenkliche Lebensweisheiten und jung genug für unspezifischen Blödsinn und versteckt offensichtliche Systemkritik. Tja und genau das bringe ich in Form von Texten, vermischt mit Malerei, Spray, Markern und allem was im Atelier rum steht auf Holz oder Leinwand.

Wie entsteht deine Kunst? Direkt, im Moment, aus dem Bauch, ohne viel zu denken. Nachdenken ist Scheiße.

Wer oder was inspiriert dich? Das Leben, wollte ich schon schreiben aber das klingt so Deutsch-Pop zeitgemäß… Ideen entstehen immer dann, wenn ich mich frei fühle, ohne einschränkendes Veto von den Stimmen im Kopf, die scheinbar immer alles besser wissen.
Es helfen Musik, Alkohol, Sex, Fitness, Tanzen und Sahnekuchen, in dieser Reihenfolge.

Wie sieht dein Atelier aus – das typische kreative Chaos? Das wichtigste sind zwei oder drei Notizhefte, die immer irgendwo liegen oder die ich bei mir habe.
Das Atelier ist einfach so, dass ich alles greifbar habe und jederzeit loslegen kann, das ergibt eine sich selbstregulierende Grundordnung, auf für meine Verhältnisse recht ordentlichem Niveau. Was immer Ihr Euch darunter vorstellen mögt 🙂

Hast du die Kunst gewählt oder die Kunst dich? Die Kunst mich! Definitiv! Vor der Kunst war alles Logik.

Wenn du kein Künstler geworden wärst, dann bestimmt…? Weltfremder Quantenphysiker, der sich immer Sonntag Nachmittags vor seinen eigenen Gedanken fürchtet und sich dann mit Sahnekuchen ablenkt bis er kotzt. Jeden verdammten Sonntag. Krank, oder?

Dein Lieblingsort und warum? Überall wo das, was unter 3. steht möglich ist.

Deine geheime Superkraft, von der niemand weiß? Ich kann unartikulierbare aber durch Umgehung der Sinnesorgan-Hirn-Schranke für jeden direkt fühlbare Geheimbotschaften in den Leerräumen zwischen den Buchstaben verstecken und einen Becher geschlagene Sahne pur essen ohne mich schlecht zu fühlen.

3 Dinge, die du hasst? Geld, Macht und Politik. Bisschen Klischee aber ist echt so.

Deine Mission auf dieser Welt? Kann ich irgendwann beantworten, momentan noch nicht…

Einen Rat, den du gerne deinem früheren Ich geben würdest? Jeden Rat, den ich meinem früheren Ich jetzt geben könnte, könnte ich ihm nur geben, weil ich damals keinen Rat von meinem jetzigen Ich erhalten habe. Ansonsten: Dem Konjunktiv auf’s Maul!

Was wird dein nächstes großes Ding? Ha, als ob ich das hier verrate.

Frank Hummel – Betextetes
post@frank-hummel.de
www.frank-hummel.de

 

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